Willkommen beim Behindertenbeirat Lüneburg!

Willkommen auf der Homepage des Behindertenbeirats für die Stadt und den Landkreis Lüneburg. Wir setzen uns für die Rechte von Behinderten und die Barrierefreiheit unserer Umwelt ein. Eine erste Unterstützung bietet unsere Sammlung hilfreicher Links für Anlaufstellen und Aufklärung. Mehr über unsere Organisation und unsere Ziele lesen Sie unter Wir über uns

Aktuelles

Über aktuelle Nachrichten und Projekte informieren wir Sie in unserer Rubrik Aktuelles

Am Samstag, 28. April 2018 findet der Lüneburger Aktionstag im Zusammenhang mit dem Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt.

Die Bäckerstraße wird am Samstag, 28. April 2018 zur großen Bühne: hörende Augen, sprechende Hände, lesende Finger und sehende Ohren. Sozial engagierte Organisationen aus Stadt und Landkreis Lüneburg präsentieren, welche Auswirkungen Behinderungen im Leben haben können, wo Gefahren lauern. Und eben auch, wie schön die Arbeit mit und für Behinderte sein kann. Nachmittags wird ein spannendes Puppentheater ab 16 Uhr im Glockenhaus geboten.

„Behinderung ist nichts für mich! Mir passiert das nicht. Am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderung möchten wir Aufmerksamkeit, Respekt und Empathie für Menschen in unserer Gesellschaft wecken, denen oft gleichgültig und verständnislos gegenübergetreten wird. Behinderte werden behindert“, so Jörg Kohlstedt, Vorsitzender des Behindertenbeirates für Hansestadt und Landkreis Lüneburg. „Wie bunt das behinderte Leben ist, wie fröhlich es sein kann, wie viel Liebe man erfahren kann, das präsentieren wir.“

Die Polizei Lüneburg zeigt, was bei der Smartphonenutzung schon in der Fußgängerzone mit dem Kopf passieren kann. Die Beule am Laternenpfahl ist noch das kleinste Übel. Beim Stand der Feuerwehr Lüneburg kann man erleben, wie es sich anhört, wenn mit Hydraulikscheren ein Auto aufgeschnitten werden muss. Ein Auto, in dem man noch drin sitzt. Bei einer ausgelassenen Fahrt nach einer tollen Fete oder dem allzu schnellen Nachhauseweg.

An anderen Ständen kann ein Rollstuhlparcours „erfahren“ werden. Dabei unterstützen Menschen, die wirklich auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Denn was leicht aussieht ist in Wirklichkeit harte Arbeit.

Ehrenamtliche und karitative Organisationen - darunter die Lebenshilfe, der SoVD, der Blinden und Sehbehindertenverband, PädInklusiv und die Museumsstiftung Lüneburg – bieten Gespräche und Aktionen rund um das Thema Behinderung und den Umgang damit.

„Unser Thema ist dabei auch die Inklusion“, so weiter Jörg Kohlstedt, „Also die gegenseitige Akzeptant behinderter und nichtbehinderter Menschen auf Augenhöhe und die selbstbestimmt und gleichberechtigte Teilhabe. Dies ist ein nun schon vielfach genutzter, sich fast abnutzender Begriff, der aber noch nicht ausreichend und ehrlich umgesetzt wird. An jeder Schule gibt es Diskussionen um inklusive Klassen, um behindertengerechte Toiletten und behindertengerechte Zugänge zu allen Schulräumen. Da wird sich oft hinter hohen Kosten oder baulichen Zwängen versteckt. Oder Eltern nichtbehinderter Kinder befürchten Nachteile für die Qualität des Unterrichts.“

Behinderung ist nicht ansteckend. Behinderte Menschen können den Blick anderer Menschen erweitern. Da gilt es kleine Hürden abzubauen und aufeinander zuzugehen und ein wertschätzendes Miteinander zu erreichen.

Angela Peters, stellvertretende Vorsitzende des Behindertenbeirats dazu: „Du bist doch behindert! Das ist doch heute schon ein akzeptiertes Schimpfwort. Schnell mal kurz auf dem Behindertenparkplatz parken. Bin ja gleich zurück. Die kleine Stufe vor dem Ladeneingang, die für Rollstuhlfahrer unüberwindlich wird. Das unbedachte Duzen eines geistig oder spastisch Behinderten. Wir wollen die Augen und Ohren öffnen, dass wir anders und fairer miteinander umgehen können. Nichtbehindert zu sein ist kein Privileg, sondern ein Glück vieler Menschen, ein Glück, dass oft riskiert wird.“

Behinderung kann jedem passieren. In Bruchteilen von Sekunden oder durch eine Krankheit. Denn neben dem, was man als Behinderung sofort erkennt – einen Rollstuhlfahrer oder jemanden mit einem Blindenstock – gibt es viele Menschen mit „unsichtbarer“ Behinderung. Behinderung der inneren Organe, Krebs, geistige und seelische Behinderung können jeden von uns aus dem gewohnten Lebensrhythmus reißen.

Franziska Schumacher, ebenfalls stellvertretende Vorsitzend und für die Lebenshilfe Lüneburg im Museum Lüneburg aktiv, weist noch auf den Nachmittag hin. Ab 16 Uhr zeigt das Puppentheater Barbara Grey im Glockenhaus das rührende Stück über echte Freundschaft und innere Werte. Und eben Respekt, Wertschätzung und Zuhören können. Die Hühner Henry, Thessa und Fleur sind ganz verschieden und doch unzertrennlich.

Musikalisch dabei sind der Gitarrist Hans-Martin Schnarre, die Blue Band und die Old School Rockers.

Der Eintritt ist frei.

Kontakt

Persönlich können Sie uns jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat von 16-17 Uhr im Glockenhaus (Glockenstr. 9, 21335 Lüneburg) zur Sprechstunde treffen. Der Raum befindet sich im 2.OG und ist mit dem Fahrstuhl erreichbar. Wir haben für Sie eine Anfahrtsbeschreibung hinterlegt. Sofern für die Kommunikation Hilfen benötigt werden (z.B. Gebärdendolmetscher), bitten wir um vorherige Terminabsprache per E-Mail. Hierfür nutzen Sie bitte unser Kontaktformular. Gerne sind wir für Sie auch telefonisch erreichbar: 04131 3093 848 (Anrufbeantworter).

Daneben gibt es bei der Samtgemeinde Amelinghausen an jedem 3. Donnerstag im Monat in der Zeit von 16-18 Uhr eine persönliche Sprechstunde (Lüneburger Str. 50, 21385 Amelinghausen). In dieser Zeit erreichen Sie zudem Frau Bünger oder Herrn Kuns telefonisch unter: 04132 93 36 29.